Keep cool Traing

Richtig streiten

Seminar zum Thema Kommunikation, Kooperation und Konflikt

Wer couragiert handelt, tritt auf der Grundlage seiner Werteüberzeugungen für sich und andere ein. Dieses persönliche Eintreten geschieht überwiegend gegen andere Personen und deren Handeln. Hierdurch entsteht fast zwangsläufig eine Konfliktsituation.

Problematisch wird es, wenn diese Konfliktsituationen eskalieren. Um deeskalierend handeln zu können, bedarf es einer geschulten Kommunikations-, Kooperations- und Konfliktfähigkeit. Die Intension dieses Seminares ist es, die drei genannten Fähigkeiten bei jungen Menschen anzuregen, zu fördern bzw. zu vertiefen. Die Kinder und Jugendlichen sollen lernen, in einer Konfliktsituation Antworten und Handlungsmöglichkeiten zu finden, die Gewalt zu begrenzen und auf Kooperation und Kommunikation abzielen.

Kompetente Kommunikation

Kommunikation ist ein wechselseitiger Prozess zwischen „Sender“ und „Emfänger“. In diesem Prozess können aufgrund zahlreicher Einflüsse Missverständnisse und Störungen auftreten. Kompetente Kommunikation besteht darin, ein Bewusstsein für kommunikationshemmende Faktoren zu besitzen und Regeln einer gelungenen Kommunikation zu beherrschen.

Kooperationsfähigkeit

Um bei Handlungsentscheidungen das Verhalten herauszufiltern, dass den größten Nutzen und den geringsten Schaden für alle beteiligte bietet, ist kooperatives Verhalten notwendig. Durch ein fehlen oder mangelnde Übung von Kooperationsfähigkeit wird couragiertes Verhalten erschwert bzw. unmöglich. Zudem bildet kooperatives Verhalten einen natürlichen Antagonisten zu aggressivem Verhalten. Gewaltsame Konfliktlösungen werden so verhindert.

Konfliktfähigkeit

Nicht das Vorhandensein von Konflikten ist problematisch, sondern ihre gewaltsame Austragung. Werden Konflikte als Bedrohung erlebt, werden sie eher ignoriert, bagatellisiert oder versteckt. Ungelöste Konflikte führen zu Eskalation. Werden Konflikte als Chance wahrgenommen, wird der „Gegner“ als Person akzeptiert und mit seinen Bedürfnissen anerkannt. Es werden gemeinsame Lösungen gesucht. Verzicht auf Gewalt ist selbstverständlich und die Wahrung der Würde aller Beteiligten ist die Basis für das weitere Zusammenleben.

Ziele

Die Fähigkeit zur Kooperation soll unterstützt und vertieft werden.

Die Jugendlichen sollen hilfreiche Techniken zur Schulung der eigenen Kommunikationskompetenz erlernen.

Die Reflektion persönlichen und fremden Konfliktverhaltens sollen angeregt sowie gewaltfreie Konfliktlösungsstrategien eingeübt werden.

Inhaltlicher Ablauf

Durch die Interaktionsübungen zu Beginn des Seminars sollen die Jugendlichen aktiviert werden und erfahren, dass sie als Einzelne und als Gruppe gefordert sind. Zugleich erhält die Leitung einen ersten, wenn auch groben, Anhaltspunkt wie die Gruppe agiert. Aufbauend auf die Auswertung der Interaktionsübungen folgt ein kurzer theoretischer Input über die Grundlagen der Kommunikation. Dieser Vortrag wird mit praktischen Übungen abgerundet. Anschließend kommen die Jugendlichen spielerisch Kommunikationsblockaden auf die Spur und förderliche Kommunikationstechniken werden verbal und nonverbal eingeübt. In einem nächsten Schritt geht es um das Thema „Konflikt“. Die Jugendlichen erfahren wie fehlerhafte Wahrnehmungsprozesse, persönliche Vor- und Einstellungen und auch gestörte Kommunikationsabläufe zu Auslösern von Konflikten werden können. Die Teilnehmenden sollen unterschiedliche Reaktionsmöglichkeiten in Konfliktsituationen kennen und wahrnehmen lernen. Zudem werden ihr persönlicher Umgang mit Konflikten und die daraus entstehenden Gefühle reflektiert. Erst durch diesen Reflektionsprozess kann eine Verhaltensänderung initiiert werden. Ziel ist es, gewaltfreie Lösungsstrategien mit den Jugendlichen zu erproben und sie ihnen schmackhaft zu machen. Den Abschluss des Seminars bilden ausgewählte Kooperationsübungen. Hier sollen die Jugendlichen ihr erworbenes Wissen aus dem Seminar nochmals praktisch erbroben.

Zeitplan

9 Stunden