Feigling! ... oder WAS? Zivilcourage

Feigling! ... oder WAS? Zivilcourage

Feigling! … oder was?

Seminar zum Thema Zivilcourage

Ziele

Begriffsdefinition und persönliche Standortbestimmung im Themenkomplex Zivilcourage.

Die Jugendliche sollen förderliche und hinderliche Bestimmungsfaktoren für zivilcouragiertes Handeln kennen lernen und auf dieser Grundlage persönliche Einstellungen und Handlungsweisen reflektieren.

Auseinandersetzungen mit und Einübung von gewaltfreien Handlungsmöglichkeiten in Zivilcouragesituationen.

Die Jugendlichen sollen zu Verantwortungsübernahme und aktivem Handeln in Notsituationen ermutigt werden.

Ziel dieses Seminars ist es junge Menschen zu ermutigen und zu motivieren, für sich selbst und für andere einzutreten, wann immer individuelle Grenzen überschritten und persönliche Wertevorstellungen angegriffen werden. Um Grenzüberschreitungen erkennen zu können, müssen sich die Jugendlichen ihrer eigenen Verantwortung bewusst werden. Sie sollen daher lernen, sich selbst mit ihren Wünschen, Ängsten, Wertevorstellungen und Grenzen wahrzunehmen und diese in einer Gruppe angemessen zu äußern. Sie sollen auch in ihrer Fremdwahrnehmung und Empathie geschult werden, um anderen, deren Individualität unterdrückt wird, beistehen zu können. Für diese beiden Arten zivilcouragierten Handelns braucht es Selbstvertrauen, den Glauben an die eigene Selbstwirksamkeit und Mut. Diese Kompetenzen sollen durch das Training gestärkt werden. Außerdem soll den Jugendlichen bewusst werden, dass sie für ihr Handeln und Nicht-Handeln immer selbst die Verantwortung tragen.

Inhaltlicher Ablauf

Durch einleitende Fragestellungen werden die Jugendlichen aufgefordert alle Assoziationen, die sie mit dem Thema Zivilcourage verbinden, zu sammeln. Anschließend sollen sie zu ausgewählten Aspekten des Themas Stellung beziehen, um so ihre eigene Einstellung besser kennen zu lernen. Eine Sammlung von Situationen, in denen nach Meinung der Jugendlichen Zivilcourage notwendig gewesen wäre, schließt den ersten Seminarblock ab. Im nächsten Schritt werden hinderliche Faktoren für Zivilcourage analysiert. Die Jugendlichen beschäftigen sich mit der Frage, warum Menschen in Notsituationen dazu neigen, nicht einzugreifen. Durch Erfahrungsorientierte Übungen sollen die Gründe und vor allem die damit verbundenen Gefühle anschließend transparent gemacht werden. Da Angst eine der Ursachen darstellt, warum Menschen nicht eingreifen, wird eine Auseinandersetzung mit diesem Thema besonders fokussiert. Ziel ist, das sich die Jugendlichen ihrer eigenen Ängste bewusst werden, sich über ihre Ängste austauscht und neue Umgangsmöglichkeiten für sich erschließen. Im dritten Seminarblock geht es um förderliche Faktoren für Zivilcourage. Ausgehend von der Vorstellung des sequenziellen Prozesses der Hilfeleistungen in Zivilcouragesituationen, sollen die Jugendlichen darüber nachdenken, welche (Wert-) Maßstäbe unserem alltäglichen Handeln zugrunde liegt. Weiterführend geht es um die Frage, wann eigene Grenzen und Grenzen anderer überschritten werden, und wie in Situationen gehandelt werden kann, in dem eigene oder fremde Werte bedroht werden. Dabei werden eigene Handlungsalternativen und gewaltfreie Einmischstrategien überlegt. Abschließend werden Übungen zu Thema Wahrnehmung, Kooperation und Vertrauen durchgeführt. Ziel ist es das Selbstvertrauen der Jugendlichen zu fördern und gegenseitige Hilfsbereitschaft zu initiieren.

Zeit

11 Std.